Reisen in Schweden:

E 6: Varberg - Malmö - Trelleborg (240 km)


VARBERG (51.000). Industriestadt und alter Badeort. Lebhafte Sommerstadt mit regem Markttreiben. Festung (13. Jh.) mit Museum. Hier befindet sich der Bockstensmann mit gut erhaltener Kleidung aus dem 14. Jh., der in einem Moor gefunden wurde.
Getterö, ein Naturreservat mit schönem Bad und vielen Vogelarten. Badestellen in Apelviken und Träslövsläge. Morups Tånge ist ein Rastplatz für Zugvögel.

Grimeton, "Die sprechenden Steine": Hier ließ ein Gutsbesitzer Sinnsprüche in 150 Steine einritzen. * "Himleriket", Familienpark in Himle. Umweltpflege und Kultur, Bauernhof, Strandbad, Puppentheater u.v.m.

* Falkenberg (38.000). Herrliche Badestrände. Berühmte Töpferei. Lachsfischerei im Fluß Ätran vom 1. März - 30. Sept. Museum mit Lachsräucherei. Landschaftlich schöne Strecke nach Süden am Strandbad Ugglarp vorbei. Svedinos Automuseum mit 70 Autos, Motorrädern und Flugzeugen. Haverdalsstrand, Badeort mit Wochenendhäusern und der höchsten schwedischen Sanddüne (36 m). Tylösand ist einer der vornehmsten Badeorte in Halland. Schier unendliche Badestrände. Miniland, Schweden in Miniatur mit Modellstadt im Maßstab 1:25.

* Mjällby Kunsthof, 4 km nördlich von Halmstad an der alten Küstenstraße mit Werken von Künstlern der Halmstadgruppe.

Slöinge, Fundstelle aus der jüngeren Eisenzeit. Im Historischen Museum in Stockholm sind ca. 40 "Goldjungen" von hier ausgestellt, kleine, hauchdünne Figuren. Sitz der Eisfabrik SIA.

HALMSTAD
(83.000). Hauptort der Provinz Halland, die seit 1645 zu Schweden gehört. Am Stora Torg ein modernes Rathaus neben einem Fachwerkbau, das heute ein Gasthaus ist. Die vornehme Konditorei Tre Hjärtan (Drei Herzen). Skulptur Europa und der Stier von Carl Milles. St. Nikolai Kirche (14. Jh.) im holländischen Barock. Picassoskulptur an der Stadtbibliothek.
* Hallands Museum, Werke der Halmstadgruppe, Seefahrt, Handwerk und südschwedische Bauernmalerei.
* Hallandsgården, Freilichtmuseum auf dem Galgenberg, Mühle, Café.

Straße 25: Halmstad - Kalmar führt durch das schöne Simlångsdal. Schöner Gasthof, Eichen- und Buchenwälder.
Strandbad von
Påarp und der Eldsbergrücken mit vorgeschichtlichen Funden.

Laholm (23.000). Kleine Stadt unweit der Ruinen der dänischen Burg Lagaholm aus dem Mittelalter. Die jährlichen Festspiele waren finanziell so ertragreich, daß die Stadt zahlreiche Kunstwerke von Stig Blomberg und anderen schwedischen Bildhauern erwerben konnte. St. Clemens Kirche mit moderner künstlerischer Ausschmückung. Der Stadtteil Gamleby mit seiner alten Töpferei.

* Lugnarohügel, ein Grabhügel aus der Bronzezeit, den man von innen besichtigen kann.


* Norrvikens Gartenanlage, 1907 durch Rudolf Abelin angelegt. Elf verschiedene Stilgärten mit Pflanzen aus aller Welt. Tropische Vögel. Kunstgalerien, Kunstgewerbe.

Das
Tropikcenter im Zollhaus mit tropischen Tieren und Halmstadlachs.
Hovs hallar, interessante Klippenformationen. Heimatpark in Boarp (Italienische Straße). Mäsinge Mölla, prachtvoll restaurierte Windmühle.

* Torekov
, Fischerort mit Schiffahrtstraditionen. Viele Kapitänslandgüter, Schiffahrtsmuseum. Badeort. Keramik- und Steinguterzeugnisse von Rosa Ljung. Torekovs Puppenmuseum, Sammlung von Charlotte Weibull, 1900 Puppen aus 100 Ländern. Die Ausstellung zeigt 450 Puppen. Puppenverkauf in Malmö. Jede Stunde Schiff zur Insel Hallands Väderö, ein Naturreservat mit 600 Pflanzengattungen, zahlreichen Vogelarten und Strandbad. Robbenkolonie.

Die
E 6 führt über den Hallandsåsen, einen markanten 40 km langen und 5 km breiten Höhenrücken, der Halland von der Landschaft Schonen abgrenzt. Ursprünglich sollten zwei 8 km lange Eisenbahntunnel gebohrt werden, was sich jedoch aus technischen Gründen als nicht durchführbar erwies.
Auf der Südseite herrliche Buchenwälder und das Wirtshaus
Margretetorp mit Traditionen aus dem 17.Jh. Hier versammelten sich früher die Bauern, um gemeinsam den gefährlichen Weg über den Bergrücken anzutreten.

Straße nach Osten vorbei an der
Sven i Boarps Stuga (17. Jh.) zu den hübschen Seen Västersjö und Rössjö.
Vallåsen ist Schwedens südlichstes Wintersportgebiet, 135 m Höhenunterschied.

Ängelholm (36.000) ist der Nachfolger der ehemaligen Stadt Luntertun aus dem 12. Jh. Idyllische Stadt, die für die Lachsfischerei und die Produktion von tönernen Kuckucksflöten bekannt ist. Mitunter Kuckucksflötenkonzerte. Handwerksmuseum in Fachwerkgebäude. Große Kuckucksflöten-Sammlung, Handwerk, Silber. Marktplatz mit drei Markttagen pro Woche. Kleines Rathaus. Beliebter Badeort Skälderviken.

Südlich von Ängelholm der
Kastanienhof, altschwedische Handarbeiten, Café.

HELSINGBORG (113.000). Große Hafenanlage und Industrie. Die kleinen Straßen im Zentrum sind noch immer dänisch geprägt. Schonen (Skåne) wurde erst 1658 schwedisch (endgültig nach der Schlacht bei Helsingborg 1710). Langgestreckter Platz zwischen Fährhafen und dem 34 m hohen Turm Kärnan (Kern), der einzige Rest des ehemaligen Schlosses aus dem 14. Jh. Großes Rathaus (1897) im neugotischen Stil. Schiffahrtsmonument von Carl Mille am Hafenplatz. Alljährliche Antikmesse im August im Haus des Sports, Idrottens hus.Stadtmuseum. * Vikingsbergs Kunstmuseum. Fredriksdals Freilichtmuseum, Wohnviertel, Botanischer Garten und das Theater, in dem der schwedische Volksschauspie1er Nils Poppe lange auftrat. Schöne Parks und Buchenwälder. Aussicht über den Sund (Öresund), eine schmale, stark befahrene Fahrrinne der Ostsee.

Schloß Sofiero (Sofienruh, 1865), früher Sommerresidenz des Königs, heute im Besitz des Bezirks Helsingborg. Enorme * Parkanlagen mit Rosen und Rhododendron, die Blumenstraße von Kronprinzessin Margareta wurde restauriert.

Ramlösa, Kurort mit stattlichem Kurhotel, Quelle des bekanntem Mineralwassers. Im Sportmuseum in Helsingborg gibt es Ausstellungen über die ersten Olympiaden, die 1834 und 1838 in Ramlösa stattfanden. Råå, Fischerdorf mit kleinem Schiffahrtsmuseum. Der Aal dort ist berühmt für seine Qualität und seinen Namen "Råååålen" (Aal aus dem Flüßchen bei Råå, fügt sich aus folgenden Elementen zusammen: Råå, die Stadt + å, das Flüßchen + ål, der Aal).

Der Boden in Nordwestschonen besteht aus Lehm, Sand und Kohle, daher entstand hier die große
Ziegel- und Keramikindustrie. Noch heute existieren über 50 Töpfereien und Fabriken.

* Wallåkra Steingutfabrik, in der junge Keramiker die Fertigung von Steingut mit Salzglasur wieder aufgenommen haben. Auf dieselbe Weise lebt die Tradition auch in der Steingutfabrik Rau weiter. Idyllische Cafés und Direktverkauf in der Fabrik. JIE-Keramik in Gantofta stellt Keramikfiguren her.

Glumslövs backar mit Rastplatz. Aussicht über den Sund und Insel Ven. Auf dem Friedhof in Glumslöv ist der Dichter Gabriel Jönsson begraben.

Das Fischerdorf
* Ålabodarna ist einen Besuch wert, ebenso wie Örenäs Schloß, das 1918 vom Zuckerkönig Karl Tranchell errichtet wurde - die Stuckdecke des Essenssaales bildet Zuckkerrüben ab.

* Landskrona (36.500) mit Zitadelle, die 1549 als dänische Festung errichtet wurde. Heute Museum und Festsäle. Dreifache Wallgräben; das Schloß diente früher als Gefängnis, bis 1939 als Frauengefängnis. Die letzte Hinrichtung erfolgte 1872. Mittelalter-Markt von August bis September. Großer Weihnachtsmarkt. Museum in der Adolf Fredrik-Kaserne aus dem 18. Jh. Kulturgeschichte, Werkstätten und alte Geschäfte. Industrieausstellung u.a. über die erste schwedische Flugzeugfabrik, gegründet 1910. Nördlich der Stadt liegt das gut erhaltene Fischerdorf Borstahusen.

Schiffsüberfahrt
zur Insel * Ven (25 min). Ca. 300 Einwohner, üppige Vegetation. St. Ibbs Kirche, teilweise noch aus dem 13. Jh. Auf dem höchsten Punkt der Insel, 45 m ü.NN, lag die Tycho Brahe Uraniburg, die zum Teil rekonstruiert wurde. Hier lebte Tycho Brahe 1576-1597, ein überragender und sehr temperamentvoller Astronom mit einer künstlichen Nase aus Gold. Seine echte Nase hatte er bei einem Duell verloren. Er fiel in Ungnade bei den Bewohnern der Insel, die er zur Arbeit zwang. Wenn man ihm begegnete, galt als Unglückstag, der "Tycho-Brahe-Tag". Nachdem er sich mit dem dänischen König angelegt hatte, zog er nach Prag, wo er 1601 starb und in der Teynkirche begraben wurde. Kurz nach seinem Fortzug zerstörten die Einwohner die Uraniburg.

Das
Observatorium Stjärneborg ist rekonstruiert worden. Eine Gartenanlage im Renaissance-Stil wurde mit Wällen, Gängen, Zierpflanzen und Lusthaus streng geometrisch angelegt, ähnlich der Palladios Villa la Rotondo in Vicenza. Einweihung der wiederhergestellten Uraniborg am 3. Juli 1992, 400 Jahre, nachdem König Christian IV. Tycho Brahe und die Insel Ven besucht hatte. Museum.
Barsebäck Kernkraftwerk. Führungen im Sommer. Heftige Proteste, nicht zuletzt von dänischer Seite, gegen die Betreibung inmitten einer dichtbesiedelten Gegend. Gillhögs Gruft, 15 Tonnen Gestein.

Lomma. Der alte Fischerort mit seiner "Langen Straße" hat sich zu einem großen Vorort von Malmö entwickelt. Fischräucherei am Hafen.

MALMÖ, siehe Städte-Info. Nach dem alten Numerierungssystem ging die E 6 weiter bis Rom.

Malmö - Trelleborg, siehe E 65.