Reisen in Schweden:

E 4: Sundsvall - Stockholm (400 km)


Vorhistorische Funde bei Njurunda. Kirchenruine. Lörudden, kleines Fischerdorf. Kirchen Hälsingtuna (12. Jh.) und Hög (13. Jh.).

Gnarp. Museum aus den 50er Jahren, Kunsthandwerk, Café. Gränsfors Bruk. Axtmuseum mit 2.000 Exemplaren.
Jättendal mit großem Grabfeld. Mellanfjärden, Fischerdorf. Kunstmuseum. Restaurant Sjömärket; gutes Fischrestaurant.

Hudiksvall (38.700). Holzindustrie. Altes Hafenmagazin am Strömmingssund. Die "Fischerstadt", erhaltene und erneuerte Holzbauten. * Hälsinglands Museum. Naherholungsgebiet Hornslandet.

Njutånger Kirche und Enånger Alte Kirche, gut erhaltene Kirchen aus dem Mittelalter mit Werken des Künstlers Håken Gulleson. * Trönö Alte Kirche, im 13. Jh. aus Feldstein gebaut, ist die besterhaltene Mittelalterkirche in Norrland. Trönö Neue Kirche (1895). Reliquienschrein mi Darstellung des Mordes am englischen Erzbischof Thomas Beckett in der Kathedrale von Canterbury 1170.

Söderhamn (29.500). Museum in der ehemaligen Gewehrfabrik. Kirche Ulrika Eleonora (1693) entworfen von Tessin d.J. Sie überlebte die Brände von 1675, 1835, 1860 und 1876.
* Schmetterlingshaus mit tropischen Pflanzen und Regenwaldklima. 25·C, 75% Luftfeuchtigkeit. Schöne Parks. Aussichtsturm Oscarsborg (23 m hoch) auf dem Östra Stadsberget.

Prächtige
Steinkirche in Söderala (1180). Kopie des Söderalwindanzeigers (Kunstschmiedehandwerk). Bergviks Industriemuseum in alter Sulfitfabrik (geöffnet im Juli). Ljusne Fabriksmuseum. Fischräucherei in Stugsund. Storjungfrun Leuchtturm und Fischerdorf mit Bootshaus aus dem 17. Jh., Kapelle. Schärengarten mit 500 Inseln.

Straße 301 westwärts nach Växbo kvarn im Trolldalen, siehe Straße 83/84.
Der See
Mårdängsjö mit großem Rastplatz und Vogelschutzgebiet. Fischerdörfer Bönan und Utvalsnäs, wo Bückling und frischgeräucherter Hering verkauft werden. Leuchtturm von 1840.

GÄVLE (90.000). Alte Residenzstadt, 1446 angelegt. Schloß brannte 1727 ab. Nach dem letzten großen Brand 1869 wurde die Stadt mit einem Straßennetz und den breiten Alleen zwischen Theater und Rathaus wieder aufgebaut. Rathaus von Schloßarchitekt Tessin. * Gamla Gefle, idyllische Holzstadt mit Häusern aus dem 18. und 19. Jh. Unter Schweden ist Gävle bekannt für seine Kaffeefabrik und seine Halspastillen.

Forstindustriemuseum * Silvanum. Länsmuseum mit Kunstgewerbe und Porzellan.
* Eisenbahnmuseum der schwedischen Staatsbahnen SJ mit großer Sammlung von Lokomotiven und Waggons in sechs Hallen.

Die
E 4 Richtung Süden verläuft durch eintöniges Waldgebiet. Angenehmer fährt sich die Strecke am * Furuvikspark vorbei (Vergnügungspark). Strandbad und Pool. Berg- und Talbahn mit Superlooping. Tierpark mit schwedischen und tropischen Tieren. Furuviks Jugendzirkus, wieder neu seit 1995.

Älvkarleby an den ehemaligen Wasserfällen im Fluß Dalälven mit Kraftwerk (1915). Führungen im Sommer. Wasserbaulabor mit Modellen von Kraftwerken. Lachsfischerei. Ausstellungshalle mit Aquarien. Östlich von Älvkarleby kann man Meerforellen fischen. "Tag der Wasserfälle" im Juni, wenn das Wasser in die ehemaligen Fälle geleitet wird. Carl XIII-Brücke, Baujahr 1816, rekonstruiert 1965.

Älvkarlen, Hochhaus an der E 4. Grenzübergänge Dalälven und Norrland. Touristenbüro. Hotel und Restaurant.
Tierp Kirche (14. Jh.) mit Kalkmalereien.

* Söderfors. Industriestadt mit alten Hüttensiedlungen. Schloßpark mit griechischem Tempel.
Vendel Kirche (1310), hübsch ausgeschmückt. Vielfalt an Grabfunden in Vendel, die heute im Historischen Museum in Stockholm ausgestellt sind. Hierher stammt der Name "Vendelkulturen" (600-900 n.Chr.).

Björklinge Kirche. An der Straße südlich der Kirche Bror Hjorth-Skulptur des Spielmanns Gås-Anders (Gänse-Anders, gest. 1896).

UPPSALA (181.000). Hauptort der Provinz Uppland, dem historischen Zentrum des schwedischen Reichs. Im 12. Jh. kam der Erzbischof aus Alt-Uppsala hierher. Hier liegt die älteste Universität Nordeuropas (1477). Die Hl. Dreifaltigkeitskirche (Bondkyrka) aus dem 12. Jh. ist die älteste Kirche der Stadt.

Die
* Domkirche ist der größte Sakralbau Schwedens. Mit ihrem Bau wurde im 13. Jh. begonnen, die Einweihung fand 1435 statt. Grob restauriert nach dem Brand 1702. Zwei 119 m hohe Türme; die Länge der Kirche beträgt ebenfalls 119 m. Grabmal von König Gustav I. Vasa am Hochaltar und von Johann III. in der Seitenkapelle. Reliquienschrein von Erik dem Heiligen. Grab des religiösen Denkers Emanuel Swedenborg. Grabstätte von Carl von Linné.

* Schloß, trutziges Ziegelsteingebäude, heute Verwaltungsgebäude der Provinz, mit der Gunilla-Uhr, die täglich um 9 und 21 Uhr läutet. Der Reichssaal und das Schloßmuseum sind für die Öffenlichkeit zugänglich, das Kunstmuseum befindet sich im Südflügel des Schlosses.

* Upplandsmuseum in der Alten Akademiemühle beim Kvarnfall am Fluß Fyriså. Der * Linnégarten mit Museum im Geburtshaus von Carl von Linné. Auf dem Friedhof das Grab von Dag Hammarskjöld. In der Nähe das legendäre Café Ofvandahl.

Universitätshaus (1887). Gustavianum (1623), altes Universitätsgebäude der Universität. Unter der Kuppel Olof Rudbecks anatomisches Theater, wo die Studenten bei Obduktionen zuschauen konnten. Archäologische Museen. Universitätsbibliothek mit * Carolina Redivia, Silberbibel (Codex Argenteus) aus dem 6. Jh.

Museumseisenbahn Uppsala - Lanna, 30 km, Schiffsverbindung nach Skokloster.

Altuppsala (Gamla Uppsala) war in heidnischer Zeit Sitz der Sveakönige. Im 6. Jh. entstanden die drei Königshügel (kungshögarna), der Sage nach die Grabhügel für die Könige Aun, Adils und Egil. Ausgrabungsfunde im Historischen Museum in Stockholm.
Die
Kirche wurde 1164 gebaut und war bis ins 13. Jh. Erzbischofssitz. Man errichtete sie auf dem Grund des ehemaligen Heidentempels, wohl um den Sieg des Christentums zu unterstreichen.

Linnés Hammarby, wo der "Blumenkönig" Carl von Linné 1760-1770 seine Sommer verbrachte. Museum und kleiner botanischer Garten.

Arlanda, internationaler Flughafen von Stockholm, 40 km vom Stadtzentrum entfernt. Bustransfer nach Stockholm. Arlandastad, ein Wohn- und Geschäftszentrum, das 1992 eröffnet wurde; Flugzeugausstellung.

* Sigtuna. Idyllisches Städtchen am Mälarsee. Der eigentliche Ort Sigtuna hat 5.000 Einwohner und ist eine der ältesten schwedischen Städte. Sie wurde um 980 von König Erik Segersäll gegründet.
Die
* Stora Gatan hat eine seit damals unveränderte Führung, liegt aber drei Meter höher. Ausgrabungen erbrachten, daß mehrere Straßen übereinander liegen. Ein ganzes Viertel wurde ausgegraben und demonstriert den Städtebau von 900 bis zum Anfang des 13. Jh. Der Stadtplan ähnelte denen von Trondheim, Oslo, York und Dublin. Kleines Rathaus am Markt. Marienkirche aus Ziegelstein (1247). Mehrere Kirchenruinen. Museum. Herrliche alte Gebäude an der Stora Malmgatan. Ausstellungen zum Mittelalter und zur Wikingerzeit. Fund eines Bischofsgrabs und Reste des alten Doms zu Sigtuna aus dem Jahre 1000.

* Sigtuna Museum mit vielen Gegenständen aus der Wikingerzeit und dem Mittelalter. Im Museumsgarten ein Bischofsgrab und Reste des Sigtuna-Doms aus dem Jahre 1000.
* Kleines Rathaus mit Marktplatz 1744. Heute Museum und Trauungslokal. Lundsrömska Hof, ein Bürgerhaus von der Jahrhundertwende und "Godtköpshandel". Führung. Touristeninformation im Drakegården (Drachenhof, 18. Jh.). Viel Kunsthandwerk. Schöne alte Bebauung in der Stora Malmgatan. Idyllisches Café in Haus aus dem 17. Jh. in Stora Gatan. Gartenwirtschaft.
Gleich außerhalb von Sigtuna liegt
Viby, ein unverändertes Dorf aus dem 19. Jh. Im 12. Jh. gab es ein Zisterzienserkloster

* Schloß Venngarn (17. Jh., Teile von 1160). Erlesene Einrichtung. Acht Malereien mit der Saga von Disa. Schloßcafé und Handwerkshaus.
* Schloß Rosersberg (1630) war Lustschloß von Karl XIII. und Karl XIV. Johan.
Schloß Skånelaholm (17. Jh.), heute Eigentum der Akademie der Wissenschaften.
Schloß Skokloster, siehe Straße E 18.

Upplands Väsby (36.000), Gemeinde Sollentuna (52.000) und Kista.

* Schloß Ulriksdal (1644), erbaut für den Adligen Jakob de la Gardie. Schwedische Skulptur im Orangeriemuseum. Schöner Schloßpark. Schloßcafé. Gasthaus Ulriksdal ist eines der vornehmsten des Landes.

Bei
Järva E 18 von Stavanger und Oslo nach Helsinki und St. Petersburg. SAS Hauptbüro, ein architektonisch interessantes Gebäude, entworfen von dem Norweger Niels Torp.

Solna (53.000) mit Zentrum westlich der E 4. * Hagapark, im 18. Jh. von F.M. Piper im englischen Stil angelegt. Pavillon von Gustav III. (1790) mit schöner Einrichtung. Führung. Stallmeisterhof bei Norrtull, feines Restaurant, das teilweise von 1680 stammt.

STOCKHOLM, siehe Städte-Info.