Str. 17: Bodø - Namsos - Steinkjer, "Kystriksveien" (685 km) Saltstraumen, wo die Gezeitenströmungen mit ungeheurer Kraft viermal täglich durch eine 150 m schmale und 3 km lange Meerenge gepresst werden. Am stärksten bei Neumond und Vollmond. Ein Gezeitenplan ist in Bodø erhältlich. 770 m lange Brücke über dem Strom. Angeln vom Ufer aus möglich. Saltstraumen Erlebniszentrum, berichtet von der Geschichte und über Geschichten rund um den Gezeitenstrom. Abzweigung Str. 838 nach Gildeskål. Alter Ort mit Kirche aus dem 12. Jh. Aussicht auf den 766 m hohen Vogelberg Fugløy. In Serpentinen aufwärts zum Storvikskaret. Herrliche Aussicht hier und bei Skjeggen (Mitternachtssonne und mit etwas Glück die Insel Røst und die Lofotenwand). Ørnes, alter Handelsplatz mit reizvollen Gebäuden. Hurtigrutenanleger.
Diese an der Küste von Helgeland entlangführende Straße (die ersten 248 km ab Bodø nennen sich "Erlebnisstraße" und sind mit Info-Tafeln, schönen Aussichts- und Rastplätzen ausgestattet) ist eines der herausragenden Erlebnisse einer Reise durch Nordnorwegen. Insgesamt 663 km und sechs geruhsame Fährüberfahrten liegen vor Ihnen - mit vielen Erlebnissen und herrlichen Ausblicken auf eine endlose Inselwelt. Verschiedene Querverbindungen zur E 6 machen es möglich, auch Teilstrecken als Alternative zur E 6 zu befahren.
Bodø, (42.190 E.) Hauptstadt des Bezirks Nordland. Domkirche von 1956. Mitternachtssonne vom 22.6.-10.7. Nordland Musikfestival zum Monatswechsel Juli/August. Nordlandmuseum in einem der ältesten Häuser der Stadt (1903). Abteilungen: Kjerringøy, Bodosøen Freilichtmuseum, Stadtausstellung. Norwegisches Luftfahrtmuseum, für Geschichte der Luftfahrt. Über 30 Flugzeuge, darunter eine U2. In Bodø sollte 1960 ein Spionageflugzeug U2 landen, das dann über der Sowjetunion abgeschossen wurde, was zu einer Krisensituation mit den USA führte. 2 Flugsimulatoren. Skulpturenlandschaft Nordland mit Werken internationaler Künstler in den Gemeinden Nordlands.
Kjerringøy, 40 km nördl. von Bodø. Fähre. Alter Handelsort, heute Teil des Nordlandmuseum. Der junge Knut Hamsun fand hier 1879 Inspiration für seine Bücher. Einige seiner Filme wurden hier gedreht. Endbahnhof des norwegischen Eisenbahnnetzes. Fähr- und Flugverbindung nach Røst und Værøy, siehe Lofoten (E 10). Fähre nach Moskenes/Lofoten (ca. 4 Std., im Sommer unbedingt reservieren). Schiff zu den Naturreservaten Bliksvær und Karlsøyvær.
Glomfjord. Industrieort und Hafen (Norsk Hydro, Kunstdünger) am Svartisen-Gletscher. Die neue Straße führt durch den Svartistunnel (7.600 m). Radfahrer müssen die Fähre von Ørnes nach Vassdalsvik nehmen, da der Tunnel für sie gesperrt ist. Informationszentrum Svartisen und Rastplatz bei Holand. Bei Braset schöne Aussicht auf den Gletscher Engabreen. Von Holand fährt ein Boot zum Touristenzentrum am Gletscher. Der Svartisen ist der zweitgrößte Gletscher Norwegens (ca. 370 km²). Gletscherwanderungen mit Führer möglich. Fähre Forøy-Ågskardet (10 Min., 12x tägl.). Neue Straße nach Jektvik. Straumdalstunnel, 3 km. Fähre Jektvik-Kilboghamn (1 Std.). Auf dem Melfjord überquert man den Polarkreis, der mit einem Globus markiert ist. Weit im Meer in westlicher Richtung liegt der 568 m hohe Berg Hestmannen. Der Sage nach wollte der Troll Hestmannen das schöne Trollmädchen Lekamøyen fangen. Er schoss einen Pfeil nach ihr, doch der durchbohrte nur den Hut des Brønnøykönigs - das Loch im Berg Torghatten ist heute bei Brønnøysund zu sehen. In diesem Moment ging die Sonne auf, und die Trolle versteinerten - so sind sie heute noch zu sehen.
In Stokkvågen Grønsvika Küstenfort aus dem 2. Weltkrieg. Schiffsverbindung zu den Fischerdörfern Træna und Lovund, auf zwei phantastischen Berginseln draußen im Meer. Besiedelt seit der Steinzeit, üppige Vegetation, Papageientaucher.
Sjonfjell (350 m) mit einmaligem Blick über Inseln und Meer. Nesna Anlegehafen der Hurtigruten. Auch Expressboot nach Bodø.
Fähre Nesna-Levang (25 Min.). Hängebrücke Helgelandsbrua (1.073 m).
Sandnessjøen (7.400 E.). Alter Handelsplatz. Hafen der Hurtigruten und vieler anderer Schifffahrtslinien, u.a. nach Træna und Lovund. Fähren nach Herøy, Åkerøya, Løkta und Dønna. Dønna Kirche (13. Jh.) und herrliche Aussicht vom Dønnesfjell (127 m) im Norden. Herøy mit einer Kirche aus dem 12. Jh., auch die Helgelandskathedrale genannt. Die Str. 17 verläuft an der Bergkette "De syv søstre" (Sieben Schwestern) entlang zur Alstahaug Kirche (12. Jh.). Im Pfarrhaus wohnte der dichtende Pastor Petter Dass (1647-1707). Denkmal auf dem Alberthaugen, wo er oft saß und über Inseln und Meer blickte. Soldatenfriedhof für 7.500 russische Kriegsgefangene. Außerdem ca. 1.000 Gräber verschiedener Nationalitäten von der Versenkung des Gefangenenschiffs "Rigel". Diese Katastrophe forderte 2.578 Menschenleben - beim Untergang der Titanic kamen 1.508 ums Leben.Tjøtta, schon in der Wikingerzeit erwähnt. Leikenga mit Grabhügeln. Auf Rødøya existiert eine Felszeichnung, die einen Skiläufer darstellt. Der unbekannte Künstler war seiner Zeit 4.000 Jahre voraus. Sein Motiv wurde nämlich das Logo für die Winterolympiade 1994 in Lillehammer. Fähre Tjøtta-Forvik (1 Std.). Forvik mit Felszeichnungen aus der Eisenzeit mit Abbildungen von Rentieren. Fähre Andalsvåg-Horn (20 Min.). Tilrem mit Hildurs Urterarium (Kräutergarten). Rosen und Kräuter. Die Kräuter und Gewürze werden bei der Essenszubereitung auf dem 200 Jahre alten Hof Tilrem gård verwendet.
Brønnøysund (7.500 E.) auf Sømna. Hafen der Hurtigruten und der Helgelandsruten zwischen Trondheim und Bodø. Loch im sagenumwobenen Berg Torghatten (Entstehung s.o.). Das Loch ist 35 m hoch, 15 m breit und 160 m tief.
Von Skillebotn Str. 76 (Tosenveien) zur E 6 mit fast 6 km langem Tosentunnel. Im Süden von Sømna Fähre Vennesund-Holm (20 Min., 15x tägl.) mit Aussicht auf Inseln und Berge. Str. 770 nach Rørvik und Garstad (6.000 Inseln und Schären, interessantes Küstenmuseum in Rørvik, Woxengs Samlinger, das Küstenmuseum von Nord-Trøndelag mit dem neuen nationalen Zentrum für Küstenkultur und -wirtschaft, Norveg, das im Juni 2004 eröffnete). Brücke über den Foldereidsund. Bei Bjøra bru ist der Namsen erreicht, einer der besten Lachsflüsse Norwegens.
Namsos (12.400 E.). Im April 1940 wurde das Stadtzentrum nach der Landung alliierter Truppen durch deutsche Luftangriffe total zerstört. Namdalsmuseum mit samischer Abteilung. Erlebnisbad Oasen. Hübsche Kirche (1960).Mit etwas mehr Zeit können Sie bei Årgård auf der Str. 715 über die Halbinsel Fosen zur Fähre Rørvik-Flakk (25 Min., kontin.) und weiter nach Trondheim fahren.In Rørvik legt die südgehende und nordgehende Hurtigruten (das Postschiff) jeden Abend an. Richtung Westen ist die Fähre Brekstad-Valset (Str. 710) zu emfehlen (25 Min.), weiter nach Orkanger/Kristiansund (siehe Str. 65). Auf Fosen (vgl. S. 156) abwechslungsreiche Natur, Sumpflandschaften. Kystens Arv, mit Bootsbau und Bootsmuseum. Reinskloster mit Ruine des Nonnenklosters St. Andreas und einem herrlichen Park. Str. 710 führt zur Burg Austrått, einem von Reichskanzler Ove Bjelke 1654-56 errichteten Renaissanceschloss. Eine Kirche aus dem 13. Jh. ist in das Schloss eingebaut. Waldgebiet unter Naturschutz. Beim Erholungsgebiet Austråttlunden steht ein Geschütz des deutschen Kriegsschiffs "Gneisenau".
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