Stadt am Meer

Die "Tochter der Ostsee", so der Beiname Helsinkis, weiß fürwahr den Besucher in ihren Bann zu ziehen. Ganz so wie ihr Sinnbild, die Havis Amanda, die Springbrunnen-Schönheit am Südhafen. Gerne verfällt man der Stadt, lässt sich treiben und führen, taucht ein in die einzigartige Mischung von Natur und Urbanität, von Betriebsamkeit und Bedächtigkeit, von alten Traditionen und moderner Weltläufigkeit. Die Hauptstadt der Finnen überrascht mit immer neuen Facetten und zu jeder Jahreszeit.
Helsinki ist eine Stadt am Meer, Hunderte von Inseln und Schären sind ihr vorgelagert. Helsinki ist grün und naturnah: Großzügige Parks und Erholungsflächen, Strände, Felsformationen, Buchten sind prägend für die städtische Landschaft. Eindrucksvoll die Architektur, die großzügige Bebauung zwischen Jugendstil und Experimentierfreude. Dennoch nirgends Gigantomanie, sondern Versuche der Harmonie von Natur und Kultur. Was nicht immer einfach ist, denn Helsinki wächst rapide: Rund 560.000 Einwohner zählt die Hauptstadt jetzt; damit wohnen hier mehr als 10 % aller Finnen. Neue Siedlungen, neue Arbeitsplätze müssen geschaffen werden. Im Großraum Helsinki (mit den Städten Vantaa, Espoo und Kauniainen) wohnen schon knapp über eine Million Menschen. Und doch ist Helsinki kein Moloch, vielmehr eine liebenswert überschaubare Stadt, ihre Weitläufigkeit gibt Raum zum Atmen, vermittelt Lebensqualität, den Eindruck, sich hier heimisch fühlen zu können. Das ist der Reiz der Stadt: Das Bei- und Miteinander von HighTech und Saunatradition, von Biotechnologie und öffentlichem Teppichwaschen, von einer Kultur, die bei aller Internationalität die eigenen Wurzeln pflegt und entwickelt. Gegründet im Jahre 1550 auf Anordnung der schwedischen Krone als Gegenpol zum reichen Reval, wurde das kleine Gemeinwesen aber erst 1748 mit dem Baubeginn der Festung Sveaborg, dem späteren Suomenlinna, aus der Bedeutungslosigkeit befreit. Bis 1809 hatten die Schweden in Finnland das Sagen, schwedisch geprägt waren Verwaltung und Kultur. Dann hieß Russland der neue Machthaber, ernannte Finnland zum autonomen Großfürstentum und Helsinki 1812 zu dessen Hauptstadt. Die Stadt erhielt ihre neoklassizistischen Prachtbauten, wurde zum neuen Zentrum von Wissenschaft und Kunst. Doch die Finnen drängte es nach nationaler Identität. Am 6. Dezember 1917 erklärte das Parlament in Helsinki Finnland zum souveränen Staat. Seit 1995 ist Finnland Mitglied der EU und von Beginn an auch Euro-Land. Bedingt durch seine Geschichte spiegeln sich in Helsinki, in seinem Stadtbild, in seinem gesellschaftlichen Leben verschiedene Kulturkreise. So ist Helsinki offiziell eine zweisprachige Stadt: Auch wenn nur noch gut 6 % der Bewohner als Muttersprache Schwedisch angeben, sind alle Straßen und Verkehrszeichen doppelsprachig ausgeschildert. Da sind die Finnen konsequent bis ins Detail. Ein weiterer besonderer Reiz bei der Begegnung mit Helsinki - und eine Hilfe bei der Orientierung für die Besucher. Und wie sind sie, die Helsinkier? Wie die Stadt, so die Menschen, die ihr Herz ja erst zum Schlagen bringen: Ein wenig zurückhaltend und abwartend, dabei gleichzeitig weltoffen, lebendig und kulturbegeistert. Wer sagt, dass das Widersprüche sind? Gelten die Finnen als freundlich und hilfsbereit, aber eher schweigsam, dann sind die Helsinkier gewiss die Südländer unter ihren Landsleuten. Kontakte knüpfen ist gar nicht so schwer. Die Helsinkier wissen, dass kaum jemand ihre leicht exotische Sprache spricht, sehr viele Helsinkier sprechen leidlich Englisch und überraschend viele auch mehr als nur einen Brocken Deutsch. Verständigung ist also in Helsinki kein Problem. Entdecken Sie ihr ganz persönliches Helsinki. Schöne Erfahrungen und Begegnungen warten auf Sie!

Steckbrief Helsinki
Gesamtfläche: 686 qkm
Wasserfläche: 501 qkm
Landfläche: 185 qkm
Küstenlinie Festland: 98 km
Inseln: 315
Bevölkerungszahl: 560.000
davon Frauen: 53,7 %
davon Männer: 46,3 %
Bevölkerungsdichte: 3.034/qkm
Finnischsprachig: 87,9 %
Schwedischsprachig: 6,5 %
Symbolpflanze: Ahorn
Symboltier: Eichhörnchen








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